Am Mittwoch fand die Jahreshauptversammlung der SPD Schopfloch für das Jahr 2026 statt. Der Schwerpunkt dabei lag auf einer Rückbetrachtung des vergangenen Jahres, das in erster Linie von der zurückliegenden Kommunalwahl geprägt war. Nachdem die Vorsitzende der SPD Schopfloch, Anna Hofmann, aus persönlichen Gründen verhindert war, begrüßte deren Stellvertreter Thomas Bausch die anwesenden Veranstaltungsteilnehmer. Thomas Bausch begann mit einem Rückblick auf das erste Jahr der von Bundeskanzler Friedrich Merz geführten Regierung, an der neben CDU/CSU auch die SPD beteiligt ist. Musste die SPD in der von ständigen Auseindersetzungen zwischen den beteiligten Koalitionspartnern geprägten Zeit der Ampelregierung schon Einbußen bei ihrer Stammwählerschaft verzeichnen, setzte sich der Trend in der aktuellen Regierungskoalition mit der CDU/CSU fort.
Ein nennenswerter Anteil der Stammwählerschaft fühlt sich nicht mehr von der SPD vertreten und wandert zur AfD ab, ohne zu bedenken, dass die Wahl dieser rechtsextremen Partei ein Abbauprogramm für Arbeitsplätze und der eigenen sozialen Sicherheit bedeutet.
Aufgrund der zunehmend verschlechterten Umfrageergebnisse zur Bundes-SPD waren schon im Vorfeld indirekte Auswirkungen zur Kommunalwahl in Bayern im März 2026 zu befürchten. Während die SPD in angrenzenden Kommunen, aber auch auf Landkreisebene Verluste verzeichnen musste, konnte sich die SPD Schopfloch, zusammen mit den Unabhängigen Wählern Schopfloch, gut behaupten und schaffte es, trotz eines Verlusts von über 4 %, die bislang fünf bestehenden Sitze im Marktgemeinderat wieder zu besetzen. Dabei konnte neben den bisherigen Marktgemeinderäten Thomas Bausch und Claus Jotz eine deutliche Verjüngung der Fraktion mit den neuen Räten Anna Hofmann, Johannes Kohr und Marc Leprich verzeichnet werden. Leider konnte die SPD Schopfloch keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten stellen. Bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten waren Rückschläge zu verzeichnen, und jeden der vorhandenen Bewerber wollte man der örtlichen Bevölkerung auch nicht zumuten. Zum Ortsverein selbst führte Bausch aus, dass nach derzeitigem Stand 25 Mitglieder zu verzeichnen sind. Hart traf den Verein der Verlust von fünf im letzten Jahr verstorbenen Mitgliedern. Ein Zuwachs bei den Mitgliederzahlen wäre zwar wünschenswert, ist aber aufgrund des nachlassenden politischen Interesses oder der geringen Bereitschaft der jüngeren Generationen sich an eine politische Partei zu binden extrem schwer. Da das vergangene Jahr durch die Kommunalwahl geprägt war, blieb wenig Zeit, sich weiteren Projekten zu widmen. Allerdings konnte ein von der Vorsitzenden Anna Hofmann initierter und über das Leader-Programm mit EU-Fördermitteln finanzierter Waldlehrpfad im Lochholz bei Schopfloch errichtet werden.
Im Anschluss wurden noch zwei Ehrungen für längjährige Mitglieder vorgenommen. Peter Birmann wurde für die 60-jährige und Thomas Bausch für eine 25-jährige Mitglieschaft geehrt. Beide erhielten neben der jeweiligen Dankesurkunde einen vom Verein finanzierten Gutschein ausgehändigt.